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Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement
Professur Aw&I
Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement 

Stärkung der Resilienz für Wertschöpfungsnetzwerke durch Kompetenzdepots

Finanzierung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (02J23C137)

Projektpartner:

FAU Erlangen-Nürnberg: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik insbesondere Innovation und Wertschöpfung (Koordination)
FAU Erlangen-Nürnberg: Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik
Siemens AG
Vitesco Technologies GmbH
Bechtle GmbH, IT-Systemhaus Nürnberg
WIBU-SYSTEMS AG
JOSEPHS GmbH
trilogIQa

Projektlaufzeit:

Januar, 2025 bis Dezember, 2027

Motivation und Zielstellung

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, wiederholt auf Krisen reagieren zu müssen (z. B. durch plötzliche Lieferantenengpässe, Veränderungen im Markt oder unvorhersehbare Ereignisse wie die COVID-19-Pandemie, geopolitische Spannungen oder Naturkatastrophen), die im schlimmsten Fall einen vollständigen Zusammenbruch des Unternehmens oder sogar des gesamten Wertschöpfungsnetzwerks bedeuten können.

Zur Bewältigung dieser Herausforderung und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und Wertschöpfungsnetzwerken ist das Hauptziel des Projekts der Aufbau sogenannter „Kompetenzdepots“. Diese digitalen Plattformen ermöglichen es Unternehmen, Wissen, Fähigkeiten und Ressourcen über Unternehmensgrenzen hinweg zu teilen. Dadurch können sie in Krisenzeiten von den Kompetenzen anderer Netzwerkteilnehmer profitieren und schneller auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren.

Vorgehensweise

Zunächst werden die bestehenden Wertschöpfungsnetzwerke der Industriepartner im Rahmen der drei Anwendungsszenarien – Automobil, IT/Halbleiter und smarte Infrastruktur – analysiert, um kritische Kompetenzlücken und „verdeckte“ Monopole zu identifizieren. Hierbei werden unter anderem auf Grundlage einer Literaturanalyse Methoden und Werkzeuge zur Bewertung der Resilienz anhand verschiedener Parameter entwickelt. Auf dieser Basis werden konkrete Empfehlungen erarbeitet, um die identifizierten Kompetenzlücken zu schließen.

Diese Empfehlungen umfassen sowohl organisatorische Anpassungen – wie die Implementierung von Krisenreaktionsplänen, die Diversifizierung von Lieferanten und die Schaffung von Redundanzen zur Risikominderung von Ausfällen – als auch prozessuale Verbesserungen. Darauf aufbauend erfolgt die nutzerzentrierte Gestaltung und Entwicklung der digitalen Kompetenzdepots, die anschließend in den Anwendungsszenarien der Industriepartner erprobt werden.

Die Professur für Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement legt dabei besonderen Wert auf die arbeitswissenschaftlichen Aspekte sowie die nutzerzentrierte Gestaltung von Mensch-Technik-Schnittstellen in Wertschöpfungsnetzwerken.