Getriebefreiheitsgrad und Zwanglauf
In einem Getriebe herrscht Zwanglauf, wenn jeder Stellung eines beliebigen Getriebegliedes die Stellungen der anderen Getriebeglieder eindeutig zugeordnet sind.
Der Getriebefreiheitsgrad
Zwanglaufgleichung
für räumliche Getriebe gilt:
für ebene und sphärische Getriebe gilt:
verwendete Formelzeichen
Passive Bindungen und identische Freiheiten
Da die Zwanglaufgleichung eine reine Abzählformel bezüglich
- besondere Lagen von Drehachsen
- überflüssige Starrheitsbedingungen
- besondere Gliedabmessungen
- Gelenkbolzen durch 2 Bohrungen, welcher sich drehen kann
- Koppelglied mit Kugelgelenken, welches sich um die eigene Achse drehen kann
- Abtastrolle an Kurvengetrieben, welche lediglich auf der Kurvenscheibe abrollt
Getriebefreiheitsgrad:
Das Getriebe ist ein überbestimmtes Tragwerk.
Es ist umlauffähig, wenn
die Achsen 15, 35, 14, 34 und 23 parallel zu Achse 12 liegen und die Abstände 12-23, 15-35 sowie 14-34 exakt übereinstimmen. Dadurch ergeben sich 7 passive Bindungen:
Getriebefreiheitsgrad:
Das Getriebe benötigt somit 2 Antriebe, da die Kugelgelenke in der Koppel eine unnötige Freiheit schaffen.
Durch Wegnahme der Freiheit, kann die Antriebsfunktion realisiert werden
Alternativ kann das Kugelgelenk durch ein weiteres Zylindergelenk ausgetauscht werden.
Nach Berücksichtigung der identischen Freiheit