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Professur Produktionssysteme und -prozesse
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Professur Produktionssysteme und -prozesse 

Aktuelle Informationen

  • Forschung
    Telepräsenz und Extended Reality: Forschung unserer Professur auf der IEEE MetroXRAINE 2026

    Die IEEE MetroXRAINE 2026 ist eine internationale Konferenz an der Schnittstelle von Extended Reality, Künstlicher Intelligenz und Neural Engineering – mit besonderem Fokus auf Metrologie.
    Sie wurde dieses Jahr vom 20. bis 22. Oktober 2026 gemeinsam von der TU Chemnitz und der Hochschule Mittweida ausgerichtet.

    Mehrere Kolleginnen und Kollegen unserer Professur haben sich an der Ausgestaltung des Programms beteiligt:

    Franziska Klimant hielt einen Vortrag zu den Potenzialen, Anforderungen und Herausforderungen von Telepräsenzrobotern im industriellen Umfeld. Sie präsentierte die Ergebnisse einer Expertenbefragung, bei der Einsatzmöglichkeiten wie Fernwartung und Wissenstransfer sowie technische, organisatorische und soziale Hürden bei der Nutzung von Telepräsenzsystemen untersucht wurden. Die Ergebnisse liefern Handlungsempfehlungen für die zukünftige Entwicklung und Integration solcher Systeme.

    Jennifer Brade stellte in ihrem Vortrag zum Thema “Working Together, Apart: How Co-Located and Remote Participants Collaborate via Telepresence Robots” Studienergebnisse zur Wahrnehmung von Telepräsenzrobotern und ihren Einfluss auf Teamgefühl und Arbeitsbelastung vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die Robotergestaltung und die Vertrautheit mit der Technologie die Zusammenarbeit beeinflussen.

    Außerdem organisierten die beiden Kolleginnen einen Workshop, bei dem die Teilnehmenden verschiedene Telepräsenztechnologien wie Laptops, Tablets und Telepräsenzroboter bei gemeinsamen Bauaufgaben ausprobieren konnten. Anschließend entwickelten sie eigene Anwendungsszenarien und technische Konzepte für den Einsatz von Telepräsenz in einem selbstgewählten Forschungs- oder Arbeitsumfeld. Im Mittelpunkt standen die Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit über Distanz.

    Auf einem Poster mit dem Titel „Mixed Traffic, Shared Reality: A Multi-User XR Platform for Investigating Cyclists, Pedestrians, and Drivers Intentions” präsentierten unsere Kollegen außerdem das Projekt „Intention“. In diesem Vorhaben wird eine interaktive XR-Verkehrssimulation entwickelt, in der verschiedene Verkehrsteilnehmer und verschiedene technische Systeme gemeinsam in einer gemeinsamen virtuellen Umgebung interagieren. Das Besondere dabei ist, dass drei Forschungslabore der TU Chemnitz gekoppelt wurden – der Fußgängersimulator im VELL-Lab der Professur Mensch und Technik, der Fahrsimulator der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement und der Fahrradsimulator in der 5-Seiten-CAVE in unserem VRCP-Labor. Die Plattform ermöglicht die Untersuchung von Verkehrsverhalten und Kommunikation. Eine erste Pilotstudie bestätigte die technische Machbarkeit und zeigte Potenziale für die Forschung zum autonomen Fahren.

    Das Innoteam „Einbeziehung von Intentionen von Radfahrern in die Traktorienplanung autonomer Fahrzeuge – Intention“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts gefördert (SAB-Antragsnr.: 100752158).

    Förderhinweis SAB
  • Forschung
    WGP-Jahreskongress 2026 in Hannover: Wir waren dabei!

    Vier Kollegen unserer Professur haben ihr Wissen mit anderen Nachwuchsforschenden geteilt:



    Tamaro Hartig hielt einen Vortrag mit dem Titel „Entwurf und Konzeption eines automatisierten Rohrroboters zum Schälen der inneren Wulst in geschweißten Kunststoffrohren“. Steffen Brier präsentierte ein hybrides Kühlkonzept für Schneidwerkzeuge mit flüssigem Stickstoff. Manuel Möckel berichtete über den Einfluss der Spindel-Schlitten-Temperatur auf das System aus Werkzeug, Spannfutter und Spindelspitze in Abhängigkeit von mechanischen Prozessbelastungen.
    Nico Wagners Präsentation stellte den Einfluss von schmiedeverfahrensbedingten Abweichungen am Gesenkspannsystem auf die Verteilung der Spannkraft und die Positionierung der Werkzeuge vor.


    Das Fazit unserer Kollegen:

    Der WGP-Kongress hat einen inspirierenden Eindruck auf uns hinterlassen. Organisatorisch war alles super durchgeplant. Von einem schönem Willkommens-Grillen am Dienstag über spannende Gespräche zwischen den vielen Sessions am Mittwoch und Donnerstag fand der Kongress einen schönen geselligen Ausklang mit einem gelungenen Konferenz-Dinner am Donnerstagabend. Neben den fast 100 Vorträgen gab es spannende Key-Notes, die den Konferenzalltag nochmals aufwerteten. Am Freitag durften wir uns noch die Produktionsstätten von KOMATSU Deutschland mit einer sehr ausführlichen Führung anschauen und anschließend in einer großen Fragerunde alle unseren Ideen und Überlegungen loswerden. Wir danken dem Organisationsteam für den gelungenen Kongress!

  • Forschung
    Die Partner im Projekt „PrädiMag“ besichtigen das Versuchsfeld der Professur Produktionssysteme und -prozesse. Quelle: TU Chemnitz/Mario DobritzKickoff: Potenziale der Magnetspanntechnik ausschöpfen

    Gemeinsam mit der SAV GmbH, der SweepMe! GmbH und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e. V. startete die Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz am 30.09.2026 mit einem Kickoff-Treffen in das Forschungsprojekt „PrädiMag“. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht der Einsatz neuartiger Sensorik zur Überwachung des Spannzustands magnetischer Bauteile in der spanenden Fertigung.

    „Das Thema der Magnetspanntechnik ist relevant, da diese Technologie Vorteile mit sich bringt, die andere Spanntechniken nicht besitzen“, erklärt Dr.-Ing. Florian Morczinek, Abteilungsleiter an der Professur Produktionssysteme und -prozesse. „So besteht die Möglichkeit, das zu bearbeitende Bauteil mit einer großen Kraft auf einer Fläche zu spannen. Dadurch stehen die restlichen Flächen für die Bearbeitung frei.“ Eine weitere Besonderheit ist, dass bei einer Überschreitung der zulässigen Spannkraft das Bauteil nicht freigesetzt wird, sondern sich lediglich verschiebt, was einen wichtigen Sicherheitsaspekt, insbesondere bei großen, massereichen Bauteilen, darstellt.

    Aktuell kann das volle Potential der Magnetspanntechnik jedoch nicht voll ausgeschöpft werden, da die Prozessparameter anhand der Spannkraft definiert und diese aktuell nicht gemessen werden können. Somit werden die Bauteile anhand von Erfahrungswerten unter Verwendung hoher Sicherheitsfaktoren gespannt. Die Messung dieser magnetischen Haltekraft, die Datenaufbereitung und die Änderung dieser Kraft werden im Projekt „PrädiMag“ adressiert.

    „Wir haben in diesem Projekt die Aufgabe, die wirkenden Kräfte zwischen Spannmittel und Werkstück in Abhängigkeit verschiedener Prozesse, Werkstückgeometrien und Eingriffsbedingungen anhand von abzuleitenden Modellen vorherzusagen und diese anschließend zu validieren“, so Morczinek. „Mit diesen Modellen können wir einen Sollwert beitragen, der mit den Ist-Daten der Sensoren verglichen werden kann, wodurch eine quantifizierte Bewertung der Spannsituation erfolgen kann.“ Damit besteht die Möglichkeit, in Abhängigkeit der Spannsituation die Prozessparameter zu optimieren und dadurch die Produktivität zu erhöhen.

    Das Projekt „PrädiMag – Prädiktives Sensor- und Assistenzsystem zur Prozess- und Spannplanung sowie spannzustandsbasierte Prozessregelung beim Einsatz von Magnet-Spanntechnik“ wird vom 01.09.2026 bis 31.08.2029 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

  • Promotion
    Prof. Martin Dix eröffnet das diesjährige Promovendenseminar. Quelle: TU Chemnitz/Katja KlödenPromovendenseminar 2026: Gemeinsam forschen, voneinander lernen

    Am 1. und 2. Oktober 2026 hatten die Promovierenden von Prof. Martin Dix, Inhaber der Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz, die Gelegenheit, den Stand ihrer Promotionsthemen vorzustellen.
    Im Rahmen des alljährlichen Promovendenseminars diskutierten sie gemeinsam mit ihrem Doktorvater, den wissenschaftlichen Mentorinnen und Mentoren ihrer Fachabteilungen und anderen Promovierenden ihre Forschungsarbeiten und erhielten zahlreiche Impulse für ihr weiteres Vorgehen.

    Ein Highlight der Veranstaltung war das Pflanzen von Apfelbäumen auf dem Gelände des Fraunhofer IWU. Insgesamt elf Kolleginnen und Kollegen des Fraunhofer IWU, der assoziierten Lehrstühle und externen Partner erhielten ein Bäumchen, um ihre erfolgreichen Promotionen bzw. Habilitationen zu würdigen. Der Vortrag des ehemaligen Promovenden Dr. Alexander Eckert von der Porsche AG zeigte den jungen Kolleginnen und Kollegen, welche vielfältigen Perspektiven sich nach einer wissenschaftlichen Laufbahn eröffnen können.

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