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Professur Produktionssysteme und -prozesse
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Professur Produktionssysteme und -prozesse 

Aktuelle Informationen

  • Forschung
    Dr. Inz. Iwona Pajak und Dr. Inz. Grzegorz Pajak testen die Integration des entwickelten Greifsystems in eine Cobot-Steuerung im Chemnitzer Labor. Quelle: TU Chemnitz/Katja KlödenPolnische Forschende arbeiten in Chemnitz an modularem Greif- und Monitoringsystem

    Vom 11. bis 15. Mai 2026 waren Dr. Inz. Iwona Pajak und Dr. Inz. Grzegorz Pajak von der Universität Zielona Góra zu Besuch an der Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz.

    Im Fokus ihres Aufenthaltes stand das gemeinsame Forschungsprojekt GRIP, in dem ein innovatives, modulares Greif- und Überwachungssystem entwickelt wird. Es ermöglicht eine parallele Handhabung und Prozessanalyse, wodurch sich die Nachhaltigkeit und Resilienz von Prozessen und Produkten verbessern lassen. Die Modularität des Systems ist gekennzeichnet durch die Erweiterung eines einheitlichen Basismoduls durch unterschiedliche Greif- und Messmodule, mit denen anwendungsspezifische Problemstellungen bearbeitet werden können und die nachgelagert in eigenständige industrielle Lösungen der Projektpartner überführt werden sollen.

    Pro Land arbeiten jeweils zwei Unternehmen und eine Forschungseinrichtung an unterschiedlichen, industrienahen Anwendungsfällen. Der erste Anwendungsfall, der in Polen bearbeitet wird, beinhaltet das Prozessmonitoring. Er befasst sich mit der Analyse von wärmebehandelten Bauteilen vor und nach dem Bearbeitungsprozess. Dazu werden die gegriffenen Werkstücke rotierend im Greifer gelagert und über einen separaten Stellantrieb beliebig ausgerichtet, wodurch insbesondere die optische Inspektion der Bauteile erleichtert wird. Weiterhin wird durch einen in den Greiffinger integrierten Temperatursensor die Oberflächentemperatur der Bauteile überwacht und ein senkrecht zur Rotationsachse ausgerichteter Lasersensor ermöglicht die präzise geometrische Analyse der rotierenden Kontur.

    „Bei dem zweiten Anwendungsfall, der auf Seite der deutschen Partner vorangetrieben wird, geht es um die hochgenaue taktile Vermessung“, erklärt Pascal Rettstatt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Produktionssysteme und -prozesse. „Dabei sind Durchmessertoleranzen im einstelligen Mikrometerbereich zu prüfen. Realisiert werden diese sehr hohen Genauigkeitsanforderungen durch ein eigenständiges Messmodul, das parallel zum Greifmodul die taktile Toleranzmessung durchführt. Aktuelle Ergebnisse mit Wiederholgenauigkeiten im Bereich von einem Mikrometer sind bereits vielversprechend für den derzeitigen Prototypen, der kontinuierlich weiterentwickelt wird.“

    Das Projekt GRIP wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Es wird auch beim diesjährigen Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie am 11. Juni 2026 in Berlin zu sehen sein.

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