Projektmodul Master Human Factors
Sie bearbeiten eine Aufgabenstellung zur Mensch-Technik- Interaktion oder zur Gestaltung eines soziotechnischen Systems in interdisziplinären Kleingruppen und stellen die Ergebnisse klar und verständlich dar. Die Projektthemen können laufenden Forschungsprojekten an Professuren der TU Chemnitz erwachsen, in die Kooperationspartner aus Wirtschaft oder Industrie eingebunden sein können. Die Projektgruppen sind idealerweise aus Studenten mit unterschiedlichen Bachelor- Abschlüssen zusammengesetzt. Die Betreuung erfolgt durch eine oder mehrere Professuren, die an der Lehre im Masterstudiengang Human Factors beteiligt sind.
Studierende der neuen Studienordnung müssen sich im Rahmen Ihres Studiums für einen Schwerpunkt entscheiden (siehe Studienordnung von 2025). In Ihrer Wahl des Projektmoduls sind Sie jedoch frei, d.h. thematisch muss das Projektmodul nicht zu Ihrem Schwerpunkt passen.
Angebote für das Projektmodul im Sommersemester 2025
Bahnverkehr der Zukunft: Gestaltung eines teleoperierten Arbeitsplatzes für Triebfahrzeugführende
Die Entwicklung fahrerloser Züge schreitet voran und ihr könnt diesen Prozess aktiv mitgestalten:
In Kooperation mit dem DZM (Deutsches Zentrum der Mobilität) entsteht in Chemnitz und Annaberg eine Teststrecke mit einem autonom fahrenden Zug, der mit einem Remote Operator interagiert. Die Professur für Allgemeine Psychologie und Human Factors entwickelt den prototypischen Arbeitsplatz im menschzentrierten Gestaltungsprozess und bezieht seit Beginn des Projektes unterschiedliche NutzerInnen mit ein.
Folgende Punkte werdet ihr im Projekt durchgeführt:
- Aufbau eines Teleoperationsarbeitsplatzes auf Grundlage einer hierarchischen Aufgabenanalyse und Anforderungsanalyse
- Studienplanung: Workshop zur Gestaltung der Benutzeroberfläche
- Durchführung des Workshops mit Triebfahrzeugführenden oder Human Factors ExpertInnen
- Quantitative und qualitative Auswertung der Ergebnisse
Es können sich 2-8 Studierende beteiligen. Das Modul wird ebenfalls im Wintersemester angeboten.
Kontakt über Beatrice Schmieder
Interaktionsgestaltung einer kollaborativen Möbelmontage
Im Rahmen der Arbeit soll ein kollaborativer Prototyp für die gemeinsame Möbelmontage von Mensch und Roboter aufgebaut werden. Der Versuchsstand dient der Erforschung der Mensch-Roboter-Interaktion und steht im Kontext von Industrie 5.0, welchen einen menschenzentrierten Ansatz hat. Eine Idee ist, dass der Roboter das Möbelstück ergonomisch für den Menschen hält und bewegt und dieser die Montagearbeiten bequem durchführen kann. Weitere Modularitäten finden sich im persönlichen Gespräch. Dabei sollen Roboter und Mensch ein kooperatives Team bilden und über verschiedene Kanäle kommunizieren. Bei der Umsetzung kann sich der Studierende frei entfalten und eigene Ideen einbringen. Die Robotersteuerung wird von der Professur zur Verfügung gestellt und ist nicht zwingend Bestandteil der Arbeit.
Für die Interaktionsgestaltung steht ein Roboterarbeitsplatz mit Kamers, Tischprojektion, Mikrofon und Lautsprechern zur Verfügung. Dieser kann zudem individuelle angepasst werden. Zusätzlich wird Eichhorn Konstruktionsspielzeug zur Verfügung gestellt, um mögliche Aufbauten zu veranschaulichen.
Was solltet ihr mitbringen?
- Grundlegende Programmierkenntnisse
- Strukturiertes, organisiertes und selbstständiges Arbeiten
Meldet Euch bei Interesse bitte an Sascha Kaden: sascha.kaden@informatik.tu-chemnitz.de
Weitere Informationen zur Ausschreibung findet Ihr auf: https://mytuc.org/rtzx
Interaktionsgestaltung eines kollaborativen Schweißprozesses
Im Kontext von Industrie 5.0 steht die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter im Vordergrund. Mit der Interaktionsgestaltung eines kollaborativen Schweißprozesses soll dazu ein Beitrag geleistet werden. In der Arbeit soll eine Interaktion gestaltet werden, bei der der Roboter den Menschen bei Schweißprozessen assistiert. Dabei soll der Roboter das Bauteil halten, während der Mensch den Schweißprozess durchführt/andeutet. Durch diese Aufteilung sollen die Stärken von Mensch und Roboter bestmöglich genutzt werden. So kann der Mensch auf veränderte Materialeigenschaften reagieren und der Roboter übernimmt
das ergonomische Halten des Objekts. Zusätzlich sind die Randbedingungen des Schweißprozesses
zu berücksichtigen. Bei der Umsetzung kann sich der Studierende frei entfalten und eigene Ideen
einbringen. Die Robotersteuerung wird von der Professur zur Verfügung gestellt und ist nicht
zwingend Bestandteil der Arbeit.
Für die Interaktionsgestaltung steht ein Roboterarbeitsplatz mit Kamers, Tischprojektion, Mikrofon
und Lautsprechern zur Verfügung. Dieser kann zudem individuelle angepasst werden.
Was solltet ihr mitbringen?
- Grundlegende Programmierkenntnisse
- Strukturiertes, organisiertes und selbstständiges Arbeiten
Meldet Euch bei Interesse bitte an Sascha Kaden: sascha.kaden@informatik.tu-chemnitz.de
Weitere Informationen zur Ausschreibung findet Ihr auf: https://mytuc.org/rtzx
Entwicklung einer Weboberfläche für einen Mensch-Roboter-Arbeitsplatz
Im Kontext von Industrie 5.0 rückt die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter stärker in den Fokus. Eine wichtige Grundlage dafür ist jedoch, dass der Mensch die Intentionen des Roboters verstehen kann. Um dieses Feld zu erforschen, hat die Professur einen Montagearbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Interaktion entwickelt. Da jedoch jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben für Interaktion und Kommunikation hat, soll in dieser Arbeit ein Webinterface entwickelt und integriert werden, dass es ermöglicht, die verschiedenen Feedbackmethoden und Visualisierungen einfach auszuwählen und zu verknüpfen. Dabei sollen verschiedene Designs, mit den jeweiligen Prinzipien, gestaltet und gegeneinander getestet werden.
Zum Abschluss der Arbeit soll eine kleine Nutzerstudie durchgeführt werden. Diese soll das Interface sowie den Übergang zwischen den Feedbackmethoden untersuchen. Für die Arbeit steht ein Roboterarbeitsplatz zur Verfügung, der mit Kameras, Tischprojektion, Mikrofon und Lautsprechern ausgestattet ist. Die Ansteuerung des Roboters sowie der
Feedbackmethoden ist bereits fertig realisiert und kann über eine API einfach
angesteuert werden.
Was solltet ihr mitbringen?
- Grundlegende Programmierkenntnisse
- Strukturiertes, organisiertes und selbstständiges Arbeiten
Meldet Euch bei Interesse bitte an Sascha Kaden: sascha.kaden@informatik.tu-chemnitz.de
Weitere Informationen zur Ausschreibung findet Ihr auf: https://mytuc.org/rtzx
Subjektive Sicherheit von Radfahrinfrastruktur: Mittels virtueller Realität und 360-Grad-Aufnahmen die Radfahrinfrastruktur sicherer gestalten
Die subjektive Sicherheit von Radfahrinfrastruktur spielt in Planungsprozessen eine untergeordnete Rolle: weder bei der Planung, noch bei der Evaluation von abgeschlossenen Infrastrukturmaßnahmen wird sie in der Stadtplanung berücksichtigt. Die Folgen sind Radwege, die sich unsicher anfühlenden und von den Nutzenden gemieden werden. Stadtplanende sind sich dieses Problems bewusst, benötigen jedoch kostengünstige und effiziente Tools zur Unterstützung.
In einigen Studien im Rahmen des Projekts NUMIC konnte gezeigt werden, dass 360-Grad-Aufnahmen, einer Fahrradstraße die über ein HMD (Head-Mounted-Display oder einfach VR-Brille) präsentiert werden, ähnlich geeignet zur Bewertung der subjektiven Sicherheit sind, wie Vor-Ort-Befragungen.
Im Rahmen der Projektarbeit soll nun eine komplexere Infrastruktur untersucht werden, die Bernsdorfer-Straße. Im Rahmen des Projektmoduls wären dazu folgende Aufgaben zu bearbeiten:
- Literaturrecherche zu den Themen subjektive Sicherheit beim Radfahren und VR in der Stadtplanung und Bürgerpartizipation
- Identifikation geeigneter sicherheitsrelevanter Aspekte der Bernsdorfer Straße und passender Orte für die Aufnahme der 360-Grad-Bilder
- Aufnahme der 360-Grad-Bilder mit einer stereoskopischen 360-Grad-Kamera
- Planung, Durchführung und Auswertung der Studie zur Ermittlung der wahrgenommenen Sicherheit mittels HMD
Es sind KEINE Programmierkenntnisse nötig, können aber gerne eingebracht werden. Im Rahmen der Arbeit am Projektmodul kann auf eine fundierte Basis auf Veröffentlichungen und Abschlussarbeiten der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement aufgebaut werden. Das Projekt kann von zwei bis vier Personen bearbeitet werden.
Bei Interesse schreibt mir einfach eine Mail: Marc.Schwarzkopf@mb.tu-chemnitz.de